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Förderung in Rheinland-Pfalz: Beratung zu KI wird bezuschusst, Software nicht

DigiBoost ist seit 2022 Geschichte. Was Rheinland-Pfalz 2026 bietet: das neue Betriebsberatungsprogramm der ISB mit 50 % Zuschuss für Beratung zu Digitalisierung und KI, ISB-Kredite und die Bundesprogramme KfW, BAFA und INQA.

· Von der Redaktion Ihre Telefonzentrale e.K.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Der DigiBoost der ISB – bis 15.000 € Zuschuss – endete bereits am 31. März 2022. Ein Nachfolge-Zuschuss für Software wurde bis heute nicht aufgelegt.
  • Neu seit Dezember 2025: das Betriebsberatungsprogramm Rheinland-Pfalz der ISB. Es fördert externe Beratung ausdrücklich im Bereich „Digitalisierung, Künstliche Intelligenz" mit 50 %, bis 500 € je Tagewerk, maximal 20 Tagewerke in vier Jahren.
  • Für die Umsetzung bleiben der KfW ERP-Förderkredit Digitalisierung (3–5 % Zuschuss) und die Beratungsprogramme des Bundes. In der Region Trier gilt bei BAFA sogar der 80-Prozent-Satz.

Stand September 2026 · Förderprogramme ändern sich kurzfristig; alle Angaben ohne Gewähr. Maßgeblich sind die Richtlinien der Förderstellen.

Rheinland-Pfalz hatte mit dem DigiBoost eines der großzügigsten Digitalisierungsprogramme der Länder – finanziert aus dem Corona-Sondervermögen und nach gut einem Jahr ausgeschöpft. Drittseiten bewerben es teils noch heute. Für die Praxis gilt: Wer 2026 in Rheinland-Pfalz einen KI-Voicebot einführt, bekommt die Software nicht bezuschusst, wohl aber die Beratung davor und eine günstige Finanzierung.

Was beendet ist

Die ISB hat den DigiBoost zum 31. März 2022 geschlossen; er taucht in der aktuellen Programmübersicht nicht mehr auf. Auch die früheren Beratungsprogramme BITT-Technologieberatung und Beratungsprogramm Mittelstand sind Ende 2025 ausgelaufen – sie gingen im neuen Betriebsberatungsprogramm auf. Nicht passend sind außerdem der Innovationsgutschein (nur F&E-Aufträge an Hochschulen) und IBI-EFRE (Investitionen ab 250.000 €).

Was es gibt: Betriebsberatungsprogramm Rheinland-Pfalz (ISB)

Seit dem 16. Dezember 2025 fördert die ISB externe Beratungen in sechs Bereichen – darunter ausdrücklich „b) Digitalisierung, Künstliche Intelligenz". Die Beratungen sollen unternehmerische Entscheidungen vorbereiten, konkrete Verbesserungsvorschläge entwickeln und Anleitungen zur Umsetzung geben.

KriteriumRegelung
AntragsberechtigtKMU der gewerblichen Wirtschaft mit Betriebsstätte in Rheinland-Pfalz (Freiberufler nur bei Gründung oder Übernahme)
Fördersatzbis zu 50 % der Beratungskosten
Deckelmax. 500 € je Tagewerk (mindestens 8 Stunden)
Umfangmax. 20 Tagewerke in vier Kalenderjahren – theoretisch bis 10.000 € Zuschuss
Besonderheitfür Digitalisierung/KI ist eine Förderempfehlung der zuständigen IHK oder HWK erforderlich
Antragper E-Mail an die ISB, vor Abschluss des Beratungsvertrags

Für ein Voicebot-Projekt deckt das die Analyse- und Konzeptphase ab: Anrufströme erfassen, Anliegen kategorisieren, Eskalationsregeln definieren, Anforderungen an Schnittstellen festlegen. Software, Konfiguration und Nutzungsentgelt bleiben außen vor – und der Berater muss unabhängig vom Anbieter sein.

Praxis-Tipp

Die Kammern müssen für den Bereich Digitalisierung/KI ohnehin eine Förderempfehlung abgeben. Sprechen Sie IHK oder HWK also als Erstes an – dort sitzen auch die kostenlosen Digitalisierungsberater.

Für die Umsetzung: Bund und ISB-Kredit

ProgrammWas Sie bekommenPasst für
KfW ERP-Förderkredit DigitalisierungKredit über die Hausbank, 3 % oder 5 % Zuschuss, laufende Kosten bis 24 Monate finanzierbardas komplette Projekt, auch Praxen und Kanzleien
BAFA-Unternehmensberatung50 % bis 1.750 € – in der Region Trier 80 % bis 2.800 € – bis 31.12.2026unabhängige Prozessberatung
INQA-Coaching80 %, bis 11.520 €Begleitung der Neuorganisation mit dem Team
ISB Mittelstandskreditzinsverbilligtes Darlehen, kein ZuschussFinanzierung, auch für Freiberufler

Kostenlos: das Mittelstand-Digital Zentrum Kaiserslautern, die Digitalisierungsberater der Kammern und das Zukunftszentrum am DFKI für Rheinland-Pfalz und das Saarland.

Das Ergebnis

Ein sauber vorbereiteter Telefonprozess, vom Land zur Hälfte bezahlt – und ein KI-Voicebot, der danach in wenigen Tagen live ist.

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Fördermittel-Check inklusive: Schicken Sie uns PLZ, Mitarbeiterzahl, Branche, Investitionsvolumen und Ihre Wunschlösung – wir sagen Ihnen, was in Rheinland-Pfalz realistisch ist.

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Häufige Fragen

Gibt es den DigiBoost noch?

Nein. Die Antragsfrist endete am 31. März 2022, ein Nachfolgeprogramm gibt es nicht. Angebote, die 2026 mit DigiBoost werben, sind veraltet.

Fördert Rheinland-Pfalz die Software eines KI-Voicebots?

Derzeit nicht. Bezuschusst wird die Beratung (Betriebsberatungsprogramm, BAFA, INQA); die Umsetzung lässt sich über den KfW ERP-Förderkredit Digitalisierung oder den ISB Mittelstandskredit finanzieren.

Können Praxen und Kanzleien das Betriebsberatungsprogramm nutzen?

Nur bei Gründung oder Übernahme. Bestehende Freiberufler weichen auf INQA-Coaching und den KfW-Kredit aus; die BAFA-Beratung ist für Rechtsanwälte und Steuerberater ausgeschlossen.

Stand: September 2026. Alle Angaben ohne Gewähr; maßgeblich sind die Richtlinien und Auskünfte der ISB sowie der jeweiligen Kammern. Kein Rechtsanspruch auf Förderung.

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Was ist für Ihren Betrieb realistisch?

Fünf Angaben genügen. Wir sagen Ihnen in wenigen Minuten, welches Programm passt, und gliedern das Angebot so, dass es zur Richtlinie passt – unverbindlich. Den Antrag stellen Sie selbst oder mit Ihrem Steuerberater; in vielen Programmen dürfen wir das nicht übernehmen.

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