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Förderung in Baden-Württemberg: Digitalisierungsfinanzierung statt Digitalisierungsprämie

Die Digitalisierungsprämie Plus ist seit Mitte 2025 beendet. Was Baden-Württemberg 2026 stattdessen bietet: L-Bank Digitalisierungsfinanzierung mit 5 % Tilgungszuschuss, KfW-Zuschuss, Beratungsförderung und kostenloser KI-Check.

· Von der Redaktion Ihre Telefonzentrale e.K.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Digitalisierungsprämie Plus als Zuschuss ist am 30. Juni 2025 ausgelaufen. Einen direkten Landeszuschuss für Software und Einrichtung gibt es in Baden-Württemberg derzeit nicht.
  • Nachfolger ist die L-Bank Digitalisierungsfinanzierung: Darlehen ab 10.000 € mit 5 % Tilgungszuschuss des Landes in den Förderstufen 2 und 3 – zusätzlich zum KfW-ERP-Zuschuss von 3 % oder 5 %. Die „Integration von KI-Anwendungen" ist ausdrücklich Förderstufe 3.
  • Für die Vorbereitung gibt es die Landes-Beratungsförderung (kleine Beträge), den kostenlosen L-Bank-KI-Check und die Bundesprogramme BAFA und INQA.

Stand September 2026 · Förderprogramme ändern sich kurzfristig; alle Angaben ohne Gewähr. Maßgeblich sind die Richtlinien der Förderstellen.

Wer in Baden-Württemberg nach „Digitalisierungsprämie" sucht, findet noch viele Seiten, die 30 % Zuschuss versprechen. Die Wahrheit im September 2026: Das Zuschussprogramm ist Geschichte. Das Land hat die Förderung in ein Darlehensprogramm überführt. Für die Einführung eines KI-Voicebots ist das kein Ausschluss, aber ein anderer Mechanismus – und der lohnt sich vor allem für Betriebe, die ohnehin finanzieren.

Was beendet ist

Die L-Bank schreibt es unmissverständlich: Die Zuschussvariante der Digitalisierungsprämie Plus ist zum 30.06.2025 ausgelaufen, bewilligt werden nur noch Anträge von vor diesem Datum. Zuletzt gab es 30 % Zuschuss bis 3.000 € für Vorhaben zwischen 5.000 und 15.000 €. Ein neuer Zuschuss ist nicht angekündigt.

Ebenfalls nicht passend: die Innovationsgutscheine BW. Sie fördern ausschließlich Forschungs- und Entwicklungsleistungen externer Forschungseinrichtungen – die Einführung einer marktverfügbaren KI-Lösung ist keine F&E.

Was es gibt: L-Bank Digitalisierungsfinanzierung

Seit dem 1. Juli 2025 bündelt die L-Bank Digitalisierungs- und Innovationsförderung in einem Darlehensprogramm, das über die Hausbank beantragt wird. Freiberufler sind eingeschlossen.

KriteriumRegelung
Darlehen10.000 € bis 5 Mio. €, bis 100 % der Kosten
Digitalisierungsprämie des Landes5 % des Darlehensbetrags als Tilgungszuschuss in Stufe 2 und 3, für Vorhaben bis 250.000 € (nur KMU)
ZusätzlichKfW-ERP-Förderzuschuss (3 % in Stufe 2, 5 % in Stufe 3)
Förderstufe 2a„Einrichtung von digitalen Schnittstellen zu Kunden, Lieferanten oder Dienstleistern"
Förderstufe 3b„Integration von KI-Anwendungen in die betriebliche Wertschöpfungskette" und Weiterbildung zu KI
FinanzierbarSoftware, Dienstleistungen, Weiterbildung, Betriebsmittel

Ein KI-Voicebot mit Anbindung an CRM, Kalender oder Ticketsystem lässt sich als Stufe 2a („Schnittstellen zu Kunden") oder als Stufe 3b („Integration von KI") einordnen. Zusammengerechnet ergeben Landesprämie und KfW-Zuschuss rund 8 bis 10 % des Kreditbetrags, die Sie nicht zurückzahlen müssen – plus günstige Zinsen. Für die Einstufung bietet die L-Bank einen kostenlosen KI-Check an.

Einordnung

Für ein 8.000-€-Projekt, das Sie aus der Kasse bezahlen, bringt das Programm nichts. Für ein Vorhaben ab 10.000 €, das Sie finanzieren möchten – etwa Voicebot plus neue Telefonie plus CRM –, ist es die beste Option im Land.

Beratung: kleine Zuschüsse, große Wirkung

Das Landesprogramm „Beratungen für den Mittelstand" bezuschusst Kurzberatungen mit 350 € je Tagewerk für maximal zwei Tagewerke; Handwerksbetriebe erhalten bis zu vier Beratungstage kostenlos über die Handwerkskammern – ausdrücklich auch zu Digitalisierung. Das reicht für eine erste Prozessanalyse. Mehr Umfang bieten die Bundesprogramme: BAFA mit 50 % bis 1.750 € und INQA-Coaching mit 80 % bis 11.520 €.

Kostenlos und anbieterneutral beraten die Mittelstand-Digital Zentren, die regionalen KI-Labs BW und die Digital-Lotsen der IHKs.

Was das für Ihr Voicebot-Projekt bedeutet

Ihre SituationEmpfehlung
Projekt unter 10.000 €, BarzahlungKeine Landesförderung; ggf. BAFA-Beratung vorab. Der KI-Voicebot rechnet sich ohnehin über die gewonnenen Aufträge.
Projekt ab 10.000 €, Finanzierung gewünschtL-Bank Digitalisierungsfinanzierung Stufe 2a/3b: 5 % Landesprämie + 3–5 % KfW-Zuschuss + Zinsvorteil
Praxis oder KanzleiL-Bank-Finanzierung steht Freiberuflern offen; ergänzend INQA-Coaching
Größere NeuorganisationINQA-Coaching für den Veränderungsprozess, Technik separat

Das Ergebnis

Auch ohne Landeszuschuss bleibt die Einführung in Baden-Württemberg gut finanzierbar – und kein Anruf geht mehr verloren.

Fördermittel-Check

Fördermittel-Check inklusive: Schicken Sie uns PLZ, Mitarbeiterzahl, Branche, Investitionsvolumen und Ihre Wunschlösung – wir sagen Ihnen, ob sich die L-Bank-Finanzierung für Sie lohnt.

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Häufige Fragen

Gibt es die Digitalisierungsprämie Plus noch?

Nein. Die Zuschussvariante ist am 30. Juni 2025 ausgelaufen. Die Landesförderung ist seitdem als Tilgungszuschuss in die L-Bank Digitalisierungsfinanzierung integriert.

Wie hoch ist der Zuschuss bei der Digitalisierungsfinanzierung?

5 % des Darlehensbetrags vom Land (Stufe 2 und 3, Vorhaben bis 250.000 €) zuzüglich 3 % oder 5 % ERP-Förderzuschuss der KfW. Dazu kommt der Zinsvorteil des Förderdarlehens.

Kann ich den Voicebot ohne Kredit fördern lassen?

In Baden-Württemberg derzeit nur über Beratungsförderung (Land, BAFA, INQA). Ein reiner Software-Zuschuss existiert nicht mehr.

Stand: September 2026. Alle Angaben ohne Gewähr; maßgeblich sind die Merkblätter der L-Bank, die Richtlinien des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg und die Entscheidung Ihrer Hausbank. Kein Rechtsanspruch auf Förderung.

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Fünf Angaben genügen. Wir sagen Ihnen in wenigen Minuten, welches Programm passt, und gliedern das Angebot so, dass es zur Richtlinie passt – unverbindlich. Den Antrag stellen Sie selbst oder mit Ihrem Steuerberater; in vielen Programmen dürfen wir das nicht übernehmen.

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